Fuerteventura No Go

Dinge die man einfach unterlassen sollte!

Unter den Wolken

Schön ist es seine Ferien auf Fuerteventura zu verbringen; die Sonne und das Meer geniessen, das Dolce Far Niente, das gute Essen, den lieblichen Wein……

Doch manche Touristen strapazieren die Geduld und die Nerven der Einheimischen mit rücksichtlosem Verhalten, respektieren weder die Leute noch die elementarsten Regeln und Gesetze.

Deshalb hier eine kleine Auswahl von absoluten No-goes auf Fuerteventura:

Steintürmchen ; ich kann nicht nachvollziehen weshalb etliche Leute so vermeintliche schöne Architekturen, -Steintürmchen-, an allmöglichen Orte konstruieren möchten; haben die nichts besseres zu tun? Oder haben die als Kinder nicht oft genug im Sandkasten gespielt? Ausser dass man mit dem Verschieben der Steine Kleinstlebewesen stört, sehen diese Werke nicht gerade ästhetisch aus. Beeindruckend kann man bestaunen wie die Natur mit sochen Meisterwerken verunstaltet wurde am Faro del Tuston; da geben sich manche möchtegern Ingenieure extra Mühe für diese Scheußlichkeiten zu erschaffen. Also bitte: lasst das sein!

Steingrafitti; da wir schon bei Steinen sind: die Steingrafittis sind fast überall auf Fuerteventura zu bestaunen. Entlang der Strassen, in den Bergen, auf vielen Dünen……Da habe ich schon Schriftzüge gesehen, die mit kiloschweeren Steine gemacht wurden, sodass ich mich frage ob diese Schreiberlinge sich nicht ernstlich am Rücken verletzt haben bei ihrem Werkeln; und mal ehrlich: wen interessiert es schon, dass 2003 oder 2004, Steffi und Hugo sich hier ihre gegenseitige Liebe geschworen haben??? Keiner. Also bitte: lasst das sein!

Auch die sogenannten Steinburgen müssen nicht sein; die werden sowieso allmählich von den Gemeinden entfernt. Da gibt es sogar „ Resevierungen“ von manchen Bauwerken durch asoziale Touristen! Also bitte: lasst das sein!

Steingraffit am Strand

A propos Steine: letztens habe ich gesehen, dass irgendein vermeintlich Cleverer auf einem meterhohen Felsen mit weißer Farbe die Kürzel FKK gemalt hat; so wollte dieser Schlaumeier einen ganzen Strandabschnitt für Nackedeis beanspruchen! Das ist an Dreistheit nicht zu überbieten!!! Und dazu noch dieses nicht unwichtige Detail, auch wenn viele meinen es besser zu wissen: FKK ist in Spanien offiziel verboten, es wird lediglich toleriert!
Also bitte: lasst das sein!

Müll am Strand und in den Bergen: da geht man schön durch die Berge wandern, geniesst die Natur und die schönen Ausblicke…und schon entdeckt man Papiertaschentücher, leere Chipstüten, Plastikflaschen, etc; Hey Leute, ist es zuviel verlangt, seinen Müll bis zum nächsten Müllcontainer mitzunehmen? Auch an den Stränden findet man immer wieder irgendwelchen Müll! Also bitte: lasst das sein!

Atlashörnchen nicht füttern: ich weiß, ich weiß, die sind doch so niedlich und lieb; gemeint sind die Streifen- oder Atlas-hörnchen; auf Fuerteventura sind dies jedoch Schädlinge für die heimische Landwirtschaft und eine Bedrohung für die Pflanzen und Tierwelt; immerzu sieht man wie Touristen diese freundlichen Fellnasen mit allem möglichem füttern, oft sogar gleich neben den vielen Verbotsschilder; da frage ich mich: können die nicht lesen?? Oder wie mal einer auf FB gepostet hat: ich weiß zwar dass es verboten ist, aber was soll‘s……? Mir doch egal. Das ist so als würden Touristen bei uns Ratten oder Tauben füttern. Also bitte: lasst das sein!

Bitte nicht füttern

Es gibt noch viele solcher Heldentaten von Fuerteventura Touristen; da kraxeln doch manche Leute Vulkane oder Berge hoch mit Flipflops, haben kein Wasser dabei wenn sie durch Wüstenabschnitte wandern, liegen am Strand ohne sich einzucremen oder versuchen an den gefährlichsten Stellen oder bei roter Fahne zu baden, etc; schnell kann da was passieren …….

Also lieber Hirn einschalten und den Urlaub auf Fuerteventura, mit Respekt vor dem Land und den Menschen, geniessen.

Fuerte und der Wind

Sonnenaufgang an der Costa Calma

Die Insel unter dem Wind

Strand von Cofete

Fuerteventura – was für ein schöner Name. Aber wo kommt er her, was bedeutet er?
Es ist anzunehmen dass dieser Name von den spanischen Eroberer stammt; der Bedeutung dieses Namen geht eine, in den sozialen Netzwerken, heftige Diskussion und Polemik hervor.

Manche Leute glauben der Name Fuerteventura stamme aus den Wörter Fuerte, was bedeutet Stark sowie (A) Ventura für Abenteuer. Also starkes Abenteuer.

Andere wiederum, denken da eher pragmatisch: Fuerte = Stark, und Ventura = Wind, also starker Wind. In der Tat ist unser Lieblingseiland sehr vom Wind gebeutelt, mehr als die anderen Kanarischen Inseln.

Manschmal böig, manchmal lau, dann wieder heftig, jedoch hat man fast immer einen oft herrlichen Wind der einem um die Ohren weht; und plötzlich, nach der Dämmerung flaut er ab, als habe jemand einen Schalter umgeknipst.

Wanderweg GR 131, Fuerteventura

Oft sind Touristen, die nur Strandurlaub machen nicht wirklich begeistert, wenn sie auf dem Badetuch im Sand liegend, einem unfreiwilligen Peeling ausgesetzt sind. Auch auf der einen oder anderen Terasse sollte man immer auf einen starken Windstoß gefasst sein: also schön Papierserviette unter der Tasse Cortado klemmen; so erspart man sich das lästige hinterherlaufen….

Sunset La Pared, Fuerteventura.

Beim Wandern kann es gar gefährlich werden; man kraxelt einen Berg hoch, alles prima; und dann ganz plötzlich, nach einer Kurve wird man voll erwischt. War es eben noch windstill, muss man sich jetzt gegen den Wind stemmen oder man wird einfach weitergeblasen. Leute die schonmal nach Cofete gewandert oder auch gefahren sind, und oben am Pass waren, wissen was ich meine. Aber genau dieses Gefühl ist das besondere hier; das passt alles zusammen: die wunderbare Natur, die unvergleichliche Landschaft, die Farbenspiele auf den Felsen, das Meer und die Brandung, die Wärme der Sonne, das Schattenspiel der Wolken und dieser (fast) immer wehender Wind.

La Pared

Sunset La Pared, Fuerteventura.

Sunset in La Pared

Sunset La Pared, Fuerteventura.

Zugegeben, La Pared ist nicht unbedingt die Perle an der Westküste von Fuerteventura. Die Zufahrtstrasse ist eine Schotterpiste, die Promenade, der Istmo de La Pared, haben schon bessere Zeiten erlebt. Die Schlaglöcher in den Strassen nagen sich immer tiefer durch den Asphalt, die Golfacademie hat ihre beste Zeit hinter sich…

Sunset La Pared, Fuerteventura.

Und doch finden sich fast jeden Abend dutzende von Leuten hier ein, um sich diese wunderschönen Sonnenuntergänge anzusehen.

Sunset La Pared, Fuerteventura.

Wenn das Wetter dann mitspielt und es gibt keine Dunstwolken am Horizont, erlebt man hier den schönsten Sonnenuntergang der ganzen Insel… und manschmal kann man sogar Gran Canaria sehen

Sunset La Pared, Fuerteventura.
Sunset La Pared, Fuerteventura.

Eine Mondlandschaft

Der Mond auf Fuerteventura

Mondlandschaft

Geht man von La Pared aus in südlicher Richtung respektive von Costa Calma über die Sandhügel auf die Westküste kommt man an einem sehr außergewöhnlichen Ort.

Mondlandschaft
Mondlandschaft

Nördlich von La Pared findet man das « Krokodil « 

Meine erste Wanderung

Meine erste Wanderung auf Fuerteventura und wie es dazu kam

Vor ein paar Jahren sind wir nach Fuerteventura ausgewandert und irgendwann haben wir uns dort nach Landleuten umgeschaut. Ich komme aus einem kleinen Land im Herzen von Europa (und wir sind nicht all zu viele). Wenn man dann in der näheren Umgebung eben solche Landsleute findet ist das schon sehr selten. Wenn da auch noch die Chemie stimmt ist das noch seltener. Jedenfalls habe ich zufällig Aly und seine liebe Frau Josette auf FaceBook entdeckt und nach ein paar Mails haben wir uns auf einer schönen Terrasse zum näheren Kennenlernen getroffen. Alles passte perfekt und wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Während ich dann Fotos vom Sonnenuntergang machte, entschieden meine Frau, Aly und Josette einmal gemeinsam zu wandern. Als ich wieder dazu kam, überraschten die Drei mich mit ihrer wunderbaren Idee. Bis dato hasste ich Wandern!

Gut, dachte ich, dann gehe ich halt mit wandern Aly hat mich begeistert mit seinen Erzählungen über diese Art Fuerteventura zu erkunden.

Erste Wanderung nach Cofete

Schon einpaar Tage später war es dann soweit: vom Friedhof(!!) hinter Morro Jable ging es los, zu viert sollten wir bis nach Cofete wandern und mit dem Safaribus zurück kommen. Aly wollte jedoch zu Fuß wieder nach Morro Jable zurück.

Der Weg nach Cofete war nur mässig anstrengend, die Landschaft grandios und die Aussicht vom Pass auf den langen, wilden und menschleeren Strand gigantisch. Kurz, ich war infiziert und ich hätte nie gedacht, dass ich mal freiwillig wandern würde. In Cofete, nach einer kleinen Erfrischung, hab ich mich dann entschieden mit Aly solidarisch zu sein und gemeinsam überquerten wir die Berge zurück Richtung Morro Jable, während unsere Frauen den Bus nahmen.

Erste Wanderung nach Cofete

Und später, bei einem guten Abendessen wurde unsere nächste Wanderung geplant. Die Wanderlust hatte mich gepackt!

Leben und Wohnen auf Fuerteventura

Der Roque del Morro
Ein Haus am Meer

Kleine Info für den potentiellen Auswanderer

Da stellt sich auf einmal die Frage: Soll ich nicht vielleicht für immer oder länger auf Fuerteventura auswandern? Wäre doch eine gute Möglichkeit vor dem schlechten Wetter in Mitteleuropa zu flüchten; aber dort leben ist nicht wie Urlaub machen. Nur Überwintern geht ja auch.

Und schon wieder eine Überlegung: mieten oder kaufen? Wer sich nicht sicher ist, ob ihm das Leben in Fuerte langfristlich gefallen wird, sollte zunächst erstmal etwas mieten; später kann man dann immer noch,-wenn man möchte- eine Immobilie erwerben.
Auf jeden Fall muss man sich eine NIE Nummer beschaffen: das macht jede spanische Botschaft im Heimatsland, man kann das aber auch vorort bei den entsprechenden Behörden machen; es gilt: ohne NIE Nummer geht in Spanien gar nichts. Ist man über 3 Monate auf der Insel, muss man sich auf dem Ayuntamiento anmelden; ist man gar mehr als 6 Monate hier, gilt Fuerteventura als Hauptwohnsitz!

Häuser in LaPared

So, jetzt wohnt man auf der schönsten Insel der Welt, aber man muss doch mobil sein; also muss ein Wagen her. Kaufen oder Mieten? Man kann schon für ca 10€ am Tag ein Auto mieten ( zB.: Autoreisen) oder man kauft einfach sein Wunschautomobil; also hängt diese Entscheidung ganz einfach von der Zeit ab, die man auf Fuerteventura verbringen möchte.; und ob man über einen Abstellplatz verfügt, wo man das Auto sicher, während der Abwesenheit, unterstellen kann. Übrigens ist der Kauf eines Autos mit Anmeldung, Versicherung etc kein großes Problem. Tanken ist auch günstiger als in fast allen EU Staaten.

Man sollte sich bewusst sein, dass viele Dinge des Alltags nicht immer einfach sind; angefangen mit der Sprache: diese muss man schon ein bisschen besser beherrschen können, es geht um mehr als nur einen Cortado oder Tapas zu bestellen;

Behördengänge sind meistens unkompliziert, was auch daran liegt dass die Einheimischen meistens sehr freundlich und hilfsbereit sind.

Das Einkaufen von Esswaren kann mitunter schwierig werden; man nimmt sich nicht vor dies oder jenes heute zu kochen, nein, man fährt zum Supermarkt und kauft was man gerade mal bekommt; keine Bange: es gibt von Allem und in jeder Menge, jedoch ist die Auswahl nicht so wie wir Mitteleuropäer es gewohnt sind; Fuerteventura ist eine Insel und fast alle Waren müssen hierher, sei es mit dem Flugzeug oder dem Schiff, importiert werden. Für die ewigen Hobbywerkler gibt es genug Baumärkte. Auch Möbelhäuser findet man, mal größer, mal kleiner…

Am Strand von LaPared

Shoppen kann man auch sehr gut auf Fuerteventura; viele grosse Marken sind in den verschiedenen Centro Commercial präsent; daneben gibt es viele chinesische Geschäfte wo man alles mögliche finden kann- ausser Qualität ;

Märkte mit einheimischen Produkte wie Obst und Gemüse, und natürlich Käse; aber auch Handwerkskunst wie Schmuck, Kleidung, etc, finden im Oasis Park in La Lajita und im CC Campanario in Corralejo, jeweils Sonntags statt.

Ansonsten kann man hier entspannt und glücklich leben

Wohnen auf Fuerteventura

La Pared- Ein stilles Dörfchen

Sonnenutergang in La Pared

Die Perle an der Westküste Fuerteventuras

La Pared, übersetzt die Wand oder die Mauer; ein kleines Dorf oberhalb vom gleichnamigen Istmo, die schmalste Stelle von Fuerteventura, knapp 4,5 km sind es von der Ost- bis zur Westküste; diese Landenge teilt die südliche Halbinsel Jandia vom restlichen Großteil von Fuerteventura, das Maxorata. Früher hat hier eine Grenzmauer ( daher der Name) das Königreich von Ayose im Süden, also Jandia, von dem im Norden gelegenen Reich von Guize, das Maxorata, getrennt.

Fährt man von Costa Calma über die Dünen, auf der FV- 605, kommt man nach einer langen, moderaten Steigung zu einem der schönsten Meerblicke der ganzen Insel; hier habe ich mich in diesem Teil der Insel verliebt; es ist immer wieder ein Woawerlebnis wenn man über diese Kuppe fährt.

Aus irgendwelchen dubiosen Gründen fehlt eine asphaltierte Strasse um in das Dörfchen zu kommen: die ersten 100 m muss man über eine Schotterpiste fahren bis es wieder festen Boden unter die Räder gibt.

Jetzt sieht man vor sich die Esplanade von La Pared, die direkt nach wenigen hundert Meter zum Meer führt; leider hat diese Esplanade schon bessere Tage gesehen……leider. Am Kreisel rechts fährt eine „Buckelstrasse“ bis hin zum Meer und zum Restaurant Bahia; es gibt eine gemütliche Terasse, Essen sollte man allerdings hier nicht.

Esplanade in La Pared

Rechts von dieser Promenade liegt die Golfakademie; es gibt bestimmt schönere Orte um Golf zu spielen…… Noch ein Stück weiter sieht man das Hotel, Teil vom Las Playtas Ressort im gleichnamigen Ort.

Und direkt davor, fast unscheinbar, das Café/ Restaurant Plan B; hier kann man sich bestens, nach einer schönen Wanderung, bei einem frischen, kalten Bier erholen; und es gibt die leckersten Burger, (auch eigene Kreationen) die es auf der ganzen Insel gibt. Freitag abends wird hier gegrillt, von riesigen T- Bone Steaks bis hin zu himmlich guten „Solomilo“. Hier gilt das Motto: alles unter 400 gr ist Carpaccio. Thomas und Lisi legen nicht nur großen Wert auf Qualität, sondern auch auf Sauberkeit; was in manchen anderen Restaurants auf Fuerteventura keine Selbstverständlichkeit ist (la Cucaracha lässt grüssen);Ganz wichtig: den mega guten Käse-,Schoko-und Apfelkuchen nicht vergessen.

Siedlung in La Pared

Links und rechts von der Promenade kann man durch die kleine Siedlung streifen ,sich die schmucken Bungalows mit flotten Vorgärten anschauen und sich auszumalen, wie es wäre wenn man auch hier leben könnte.

Abends, wenn die Surfer den Strand verlassen, sieht man sich den schönen Sonnenuntergang an und kann die Seele baumeln lassen.

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