Von Pájara nach Cardón

Von Pájara nach Cardón, diese Wanderung ist eine Teiletappe des GR 131 und geht eigentlich von Pájara bis nach La Pared. Diese Etappe gilt zurecht als die Königsetappe der Inseldurchquerung von Nord nach Süd. Die Strecke bis Cardón ist für mich eindeutig der schönste Teil dieser Etappe. Da diese Tour keine Rundwanderung ist haben wir zuvor in Cardón ein zweites Fahrzeug abgestellt.

Ausgangspunkt für diese wunderschöne Wanderung ist Pájara, hier ist auch der Verwaltungssitz der südlichsten der sechs Gemeinden von Fuerteventura. Die Gemeinde ist recht wohlhabend, was aus den Einnahmen der großen Touristenzentren von Costa Calma bis Morro Jable resultiert. In der Morgensonne verlassen wir den Ort in südliche Richtung. Die ersten Kilometer geht es noch sanfte Hügel hinauf, ideal um sich warm zu laufen.

Anfangs geht es noch über eine weitläufige hügelige Landschaft

Langsam gewinnt das Gelände an Steigung und das Cardonmassiv kommt am Horizont in Sichtweite. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und der Gipfel des Cardon kommt auch nicht wirklich näher. Dafür ändert sich die Landschaft ständig und auch der Blick zurück nach Pájara lohnt sich. Und langsam bekommt man ein Bild warum diese Wanderung für mich eine der Schönsten ist!

Hier mal ein Beispiel wie sich Regen bzw. lange anhaltende Trockenheit auf die Insel auswirkt! Die beiden Bilder habe ich in etwa von der gleichen Position gemacht.

Das Gelände wird nun felsiger und anspruchsvoller und die Landschaft immer beeindruckender! Langsam scheint auch der Gipfel des Cardon näher zu kommen!

Und dann stehen wir plötzlich vor einer massiven Felsformation die wir nach den bisherigen Landschaftsformen so nicht erwartet hätten. Diese zerklüftete Felsformation ist wahrlich ein Highlight! Hier füllen sich die Speicherkarten von Handy und Kamera.

Keine Angst, die MuskeLtiere kennen den Weg!

Nach der nächsten Steigung wird es Zeit für eine Pause. Eine Banane essen und einen Blick auf den hinter uns liegenden Weg zu richten lohnt sich! Aus dieser Perspektive ist der bisherige Weg gut nachvollziehbar und jeder ist dabei in seinen Gedanken versunken.

Beim Abstieg in Richtung Cardon ist nochmals große Aufmerksamkeit gefordert. Nun kommen wir dem heutigen Ziel näher, der Ort ist in Sichtweite….jeder von uns ist froh dass wir diese Etappe nicht bis La Pared ( über 27 km ) geplant haben. Ein letzter Blick nach oben….

Wanderung um Tetir

Wanderung um Tetir

Hallo Freunde Der MuskeLtiere

Heute berichten wir über eine Wanderung um Tetir.

Tetir, ist eine recht unbekannte Ortschaft in der Inselmitte, Sie wird durchschnitten von der FV10 die von Puerto del Rosario nach La Oliva führt.

Bekannt ist Tetir auch weil der erste Flughafen „Los Estancos“ auf dem Gebiet der Ortschaft lag. Noch heute steht das alte Flughafengebäude, Start- und Landebahn sind auch noch zu erkennen.

Ja, und was viele nicht wissen, Tetir war mal gemeinsam mit Casillas del Angel die Hauptstadt der Insel.

Aber nun zur Wanderung um Tetir!

Da Tetir umgeben ist von Bergen die bis zu 600 m hoch sind, liegt es nahe dass wir einige davon erklimmen. Wir beginnen auf dem großen Parkplatz am Stadion de Lucha Canarias (hier werden kanarische Ringkampf Veranstaltungen ausgetragen) und gehen in Richtung des Berges mit dem von weithin sichtbaren Kreuz.

Der Weg hin steigt langsam an bis zum dann doch steilen Anstieg. Und der ist schon heftig, bis auf 458m geht es hinauf und dann sind wir auf dem San Andres.

Das Kreuz ist ein Millennium Kreuz, das zum Jahrtausend Wechsel aufgestellt wurde. Nach einer kleinen Pause um die Umgebung auszuloten geht es weiter. Zuerst wieder den Berg runter und dann gerade aus weiter über folgende Berge.

Die Montana de Tamateje mit 411 m, dann El Puerto, la Mayola, Montana Martinez mit 497 m, Morro de Cagadas Blandas mit 524 m, Degollada de Facay mit 463 m und von da geht es bergab durch den Barranco Richtung Tetir.

Nach 11 sehr interessanten Kilometern kommen wir wieder an unseren Ausgangspunkt zurück.

Anmerkung:

Eine tolle Wanderung mit sehr schönen Aussichten. Auf der einen Seite bis Puerto del Rosario mit dem Meer der Ostseite und auf der anderen Seite über Tindaya, Los Molinos zum Westmeer. Man sollte trotz allem gut zu Fuss sein, eine gesunde Kondition haben und gut ausgerüstet sein.

Es würde mich freuen den einen oder anderen unterwegs mal zu begegnen.

Der Vulkan Gairia

Wanderung auf den Vulkan Gairia

Auf dem Ziegenpfad zum Kraterrand

Hallo Liebe Freunde der MuskeLtiere!

Heute berichten wir über eine Wanderung auf den Gipfel des Gairia bei Tuineje. Mit seinen 281 m Durchmesser, seinem 109 m tiefen Krater und einer Höhe von 466 m ist der Gairia der grösste Vulkan der Insel. Ein Monument das man nicht verpassen kann wenn man die FV-20 befährt.

Gleich vorne in Tiscamanita von Tuineje kommend sieht man den imposanten Vulkan. Er ist mit Löchern (Höhlen) übersäht und hat sehr steile Wänden.

Der Ausgangspunkt!

Wir beginnen unsere Wanderung aber in Agua de Bueyes, gleich bei der Bushaltestelle. Von da geht’s den Weg hoch Richtung Gipfel. Früher gehörte dieser Weg zu den „Camino de Vulcanes Canarias“.

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Nach 2 km kommen wir an die ersten Höhlen wo vor langer Zeit der PICON (kleines Vulkangestein) abgebaut wurde. Dieser Ort ist was ganz besonderes. Er eignet sich absolut für Wanderer die nicht auf den Gipfel gehen wollen oder können.

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Der Aufstieg!

Es gibt keinen offiziellen Weg nach oben! Deshalb gehen wir etwas an der Vulkanwand entlang um uns einen Weg zu suchen und werden fündig. Wir nehmen einen kaum erkennbaren Ziegenpfad den wir als geeignet einstufen. Sehr mühsam ging es bergauf, immer wieder Steine die abrutschten. Es war schon recht „tricky“.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann der Vulkanrand zum Vorschein. Eine große Erleichterung überkam uns, wir hatten den Gipfel erreicht. Müde aber froh machten wir eine Pause und genossen eine fantastische Aussicht.

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Aussichten oben vom Vulkan Gairia

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Der Abstieg!

Es stand noch der Abstieg bevor und der hatte es in sich! Nach einem recht beschwerlichen Weg am Rand des Vulkans gingen wir in einer Kerbe hinunter von der wir annahmen dass der Abstieg leichter wäre. Es stellte sich als falsch heraus, es ging nicht leichter es war wie überall, es war schwierig. Immer wieder rutschte der Boden unter den Füssen weg, wie auf Skiern rutschten wir im wahrsten Sinne des Wortes hinunter. Es trieb uns gelegentlich den Schweiß auf die Stirn.

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Nach mehreren Stops unterwegs fanden wir dann einen Weg dem wir dankend folgten. Dann erreichten wir die Straße die zum Schießstand führt und diese gingen wir dann in Richtung Tiscamanita. Wir überquerten die FV20 in den Barranco und folgten diesem bis zurück nach Agua de Bueyes. Wir hatten es geschafft! Nach 7,8 km und 5,30 fantastischen Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt.

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Anmerkungen:

Der Vulkan Gairia und seine Umgebung ist ein Geier Schutzgebiet! Zu bestimmen Jahreszeiten ist es untersagt dort zu wandern. Es sind Hinweistafeln aufgestellt welche Jahreszeit des Verbotes nennen. Wir bitten das zu respektieren, es handelt sich um die Brutzeit der Geier!

Diese Wanderung ist nicht geeignet für ungeübte Wanderer. Man sollte schon reichlich Erfahrung mitbringen! Wenn das alles vorhanden ist, dann wünschen wir Euch eine tolle Wanderung!

Hoch über Tiscamanita

Wanderung hoch über Tiscamanita

Auf dem Weg zum Gran Montaña

Liebe Freunde der MuskeLtiere

Wir berichten Euch über eine Wanderung die uns hoch über Tascamanita. führte.

Früh am Morgen starteten wir von unserem Basecamp an der Costa Calma über die FV-2 und die FV-20 via Tuineje nach Tiscamanita. Wieder einmal begleitete uns ein fantastischer Sonnenaufgang.

Tiscamanita, dieses ruhige 500 Seelen Dorf an de FV20 kennt man durch sein Mühlen Museum und seine Aloe Vera Produktion.

Es ist geprägt, auf der einen Seite von dem riesigem „Malpais Chico und Malpais Grande“ mit dem Imposanten Vulcan „Gairia“. Auf der anderen Seite von den Bergen des Betancuria Massivs, und das wird unser Ziel heute sein.

Zum Vulkan „Gairia“ wird es in Kürze einen separaten Bericht geben!

Wir beginnen unsere Tour mitten im Ortskern, durchqueren den Ort Richtung Berge und folgen dem Wanderweg der uns zuerst zum 681 m hohen Morro Jurjado führt. Zwischendurch haben wir immer wieder halt gemacht um die fantastische Aussicht zu geniessen.

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Weiter geht es hoch zum 708 m hohen Gran Montaña, der höchste Berg des ganzen Massives. Nach einer längeren Pause gehen wir hinunter Richtung Valle de Iscado, über den Morro de Pablo und Morro de los Guierres zurück nach Tiscamanita. Nach 12,5 km und 4,20 Stunden sind wir am Ziel. 

Anmerkung: an diesem Tag war es extrem heiß, stellenweise an die 40° und es wehte ein wahnsinniger Wind mit bis zu 80km. Der ganze Weg verlangte uns viel ab. Bei normalen Wetter ist das eine fantastische Tour mit sehr schönen Aussichten und sehr gut begehbaren Wegen.

Triquivijate, Municipio de Antigua

Triquivijate, Municipio de Antigua

Eine Wanderung auf die Höhen und durch einen Barranco bei Triquivijate

Hallo Freunde der MuskeLtiere!

Heute berichten wir über eine tolle Wanderung in der Gegend von
Triquivijate.

Triquivijate, Municipio de Antigua
Triquivijate, Municipio de Antigua

Das kleine verschlafene Dorf ist Ausgangspunkt unsererWanderung. Los geht es durch den Barranco de la Arena, ein schöner Barranco mit sehr verschiedenem Gestein. Der Boden ist recht schwer zu gehen.

Triquivijate, Municipio de Antigua
Triquivijate, Barranco de la Arena

Nach 2 km kommt die erste Herausforderung mit der Besteigung der Montaneta del Clavario, nicht ganz schwierig aber auch nicht leicht.

Der erste Aussichtspunkt ist damit erreicht. Weiter gehen wir Richtung Montana de la Rosa. Bis zur Hälfte (Morro de la Culata) führt uns ein recht guter Weg und es sind absolut schöne Landschaften zu bewundern. Und dann geht es los!

Oben auf dem Montana de la Rosa (401 m) erwartet uns eine Gebirgslandschaft die schöner nicht sein kann. Nach einer längeren Pause um das Gesehene zu „verdauen“ gehen wir weiter an der Kante entlang bis zum Ende. Ab dort geht es runter an der Delgado de la Culata.

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Unten angekommen eine sehr große Fläche mit richtig schöner Muttererde. Das durchqueren dieses Geländes fällt uns leicht, es ist sehr offen und ein leichter Boden.

Es erwartet uns ein fantastischer Barranco den wir mit sehr großer Freude durchqueren! Absolut wahnsinnig, mit das schönste was man auf Fuerteventura sehen kann.

Noch eine kleine Steigung und wir sind wieder auf dem Weg der uns dann wieder nach Triquivijate zurück führt.

Triquivijate, Municipio de Antigua
Triquivijate, Municipio de Antigua

Ein Video zu dieser Wanderung und zum Barranco ist in Vorbereitung!

Triquivijate, Municipio de Antigua
Triquivijate, Municipio de Antigua

Anmerkung:

Es ist eine mittelschwere Wanderung mit 11 km die etwa 5 Stunden dauert. Gute Schuhe sind absolut erforderlich, ebenfalls gute Wanderkenntnisse. Weil es unterwegs keinen Schatten gibt sollte man genug Wasser dabei haben. Bei manchen Passagen ist es sehr ratsam Wanderstöcke zu benutzen, es geht steil auf-und abwärts über nicht immer festen Boden!

Der Gipfel des Montaña Cardón

Eine Wanderung zum Gipfel des Montaña Cardón

Gesehen hat den Montaña Cardón fast jeder schon…daran vorbeigefahren ist man sicher auch schon mal. Wer vom Süden der Insel über La Pared in Richtung Betancuria möchte kommt unweigerlich an diesem Naturmonument vorbei. Vom  Mirador Astronómico de Sicasumbre schaut man auf diesen Berg und denkt sich….WOW! Der Montaña Cardón zählt mit seinen 694 m zu den höchsten Erhebungen Fuerteventuras. Den Ureinwohnern von Fuerteventura galt der Montaña Cardón als heilig. Ihren Mythen zufolge sollte sich auf dem Gipfel des Berges das Grab eines Riesen befinden.

Seit ich auf Fuerteventura das Wandern für mich entdeckt habe war es ein Traum für mich einmal auf den Gipfel des Cardón zu kommen. Ich hab es zweimal vergeblich allein versucht und Aly hat mich deswegen für verrückt erklärt. An diesem Morgen war eigentlich eine einfache Wanderung angesagt und dass wir unterwegs noch jemanden einsammeln der uns begleitet. Dass die Begleitung Aly’s spanische Wanderfreunde sein sollten und dass es an diesem Morgen auf den Cardón gehen sollte war eine Überraschung für mich. Sollte an diesem Tag mein großer Traum endlich in Erfüllung gehen?

Es war noch vor Sonnenaufgang als sich die Truppe am Ende eines Barrancos traf, mir war sofort klar dass wir es über die östliche Flanke des Cardón versuchen. Bevor es los ging bekam ich schon die erste Gänsehaut!

Der Gipfel ist eigentlich während des gesamten Aufstiegs in Sichtweite. Trotzdem hat man anfangs das Gefühl ihm überhaupt nicht näher zu kommen. Nach einem relativ kurzen flachen Stück ging es über Geröll völlig weglos steil bergauf, also kaum Zeit um sich warm zu laufen. Und von Anfang an mag man wegen der visuellen Eindrücke Handy oder Kamera nicht wegpacken. Schon nach den ersten Höhenmeter lässt sich erahnen was am Gipfel für ein Ausblick zu erwarten ist!

Es geht nur noch steil bergauf, gelegentlich gibt der Boden unter den Füßen nach. Wer hier den Halt verliert findet sich sofort einige Meter tiefer wieder. Das Geröll ist scharfkantig und hinterlässt mit Sicherheit seine Spuren. Ein ungeübter Wanderer kommt hier sicher schnell an seine Grenzen

Irgendwann ist dann zu meinem Erstaunen der eigentliche Gipfel des Cardón erreicht, obwohl der schwierigste Teil noch vor uns liegt. Das Panorama ist gewaltig und alle waren geflasht von dieser Aussicht. Hier haben wir auch ausgiebig Pause gemacht um uns für das eigentliche Ziel zu stärken. Die beiden Bergmonumente mit ihrer eigenwilligen Form lagen in Schlagdistanz vor uns. Und trotz der Nähe kam nun der gefährlichste Teil der Wanderung auf uns zu!

Das Bild unten zeigt nur ansatzweise das Gelände in dem man sich bewegt um auf diesen Berg zu kommen! An dieser Felswand geht es viele Meter nur seitwärts. Zum Teil bleiben nur 10 cm um den nächsten Fuß zu setzen!

Und dann ist es endlich soweit….das Ziel dieser zum Teil abenteuerlichen Wanderung ist erreicht! Der charakteristischste Teil des Cardónmassiv liegt unmittelbar vor uns. Im Kopf hatte ich diesen Berg schon abgehakt und deswegen haben mich an dieser Stelle die Gefühle übermannt. Ich konnte etwas abseits der Truppe die mir dieses Erlebnis ermöglicht hat meine Tränen nicht mehr zurück halten.