Mein Name ist Lothar

Lothar Wildschütz
Lothar Wildschütz

1957 war es als ich die Augen aufgemacht habe. Das war irgendwo im Ruhrgebiet wo ich mich aber nicht lange aufgehalten habe. Gelandet bin ich dann in Köln. Nicht übel der Ort, aber auch nicht wirklich meine Welt. Jetzt hänge ich im Bergischen Land, direkt an der Stadtgrenze zu Köln. Das ist zu ertragen, da bleibe ich erst einmal.

Als ich dann größer war und arbeiten musste bin ich in so einem Laden gelandet wo jede Menge Autos gebaut werden. Da war ich einige Zeit, so 48 Jahre. Für körperliche Arbeit war ich nicht wirklich geboren, also habe ich abends nachgelegt und etwas in Richtung Maschinenbau gemacht. Der Bürostuhl gefiel mir wesentlich besser! Irgendwann habe ich in den 80igern dann auch mal geheiratet, zur Frau kamen dann noch drei Kinder, das war dann genug.

1990 hat meine Frau dann gemeint ich müsste nach Fuerteventura. Der allererste Eindruck war eine Katastrophe. Tarajalejo hieß das“ Kaff“. Schwarzer Sand mit vielen schwarzen Steinen, absolut nicht meins! Heute mag ich den Ort sehr gerne! Als mir dann der südliche Teil der Insel gezeigt wurde hat der Virus zugeschlagen, Urlaub gab es nur noch auf Fuerteventura, vorzugsweise an der Costa Calma, ich liebe es dort zu sein, die Ruhe die ich brauche finde ich dort.

Vor ein paar Jahren lief mir dort dann der Aly über den Weg. Ein wahnsinnig netter und liebenswerter Typ, es passte sofort mit uns! Er schleppte mich über die Berge der Insel. Und schon wieder war ich infiziert. Traumhafte Orte, sagenhafte Natur, wahnsinnige Ruhe, einfach nur genial. Das Wandern wurde zum Hobby. Ich kenne jetzt schon viele Steine!

Im Sommer 2019 hat der Aly dann noch den Christoph angeschleppt. Nach der ersten Tour war uns klar das es passte, fortan waren wir zu dritt unterwegs. Als ich dann das nächste mal auf die Insel kam, das war im Januar 2020, da hatte der Aly dann noch den Armand im Schlepptau, das passte ebenfalls sofort, die MuskeLtiere waren geboren.