Las Salinas del Carmen

Salzmuseum Las Salinas del Carmen

Weißes Gold aus dem Meer, teuer wie ein Edelmetall war früher das aus dem Atlantik gewonnene Salz. Es diente zur Konservierung von Fisch und anderen Lebensmitteln. Aus der Saline etwas außerhalb von Caleta de Fuste wurde ein interessantes Freilichtmuseum wo bis heute das weiße Gold gewonnen wird. Ein Besuch der 1910 gebauten Anlage lohnt sich auf jeden Fall!

Im Hauptgebäude lebte früher der Salinenbetreiber, heute ist dort eine Ausstellung und ein Shop mit vielen Produkten des weißen Goldes zu finden. Bei einem Rundgang über das Gelände bekommt man einen Eindruck wie durch Verdunstung des Meerwasser Salz gewonnen wird. Bis 1984 belieferte diese Saline eine Fischkonservenfabrik in Puerto del Rosario.

Am Meer direkt bei der Anlage steht das Skelett eines 19 Meter langen Finnwals. Das Tier strandete im Jahr 2000 an der Nordküste beim Fischerort Majanicho. Mehr Info’s gibt es auf der Homepage des Museums: Museo salinas del carmen

Eine Inselrundfahrt

Eine Inselrundfahrt

Eine wunderbare Tour vom Süden bis in den Norden

Na, keine Lust mehr um am Pool rumzuhängen? Oder sich am Strand den Sonnenbrand zu intensivieren? Shoppen zu öde? Wie wäre es dann mit einer Inselrundfahrt?

Eine Inselrundfahrt
Punta Faro de Jandia

Ein Auto mieten ist auf Fuerteventura kein Problem: an fast jeder Ecke gibt es einen Vermieter. Welchen Wagen man ergattert ist völlig belanglos, denn man kommt mit jedem Fahrzeug problemlos fast überall hin.Schnell sind die Formalitäten erledigt und es kann losgehen.

Eine Inselrundfahrt
Risco del Paso

Tag 1

Wir fahren von der Costa Calma Richtung Süden. In Morro Jable gehts dann erstmal bis zum Hafen.

Hafen in Morro Jable
mit etwas Glück sieht man die Fischer ihren Tagesfang ausladen….
schaut den Rochen zu….
oder man besucht die Schildkröten Station

Nach einem Cortado in der Hafenkneipe fahren wir den Berg hoch, biegen links Richtung Cofete ab; nach einpaar hundert Meter beginnt nun die berüchtigte Piste an. Aber keine Angst: die lässt sich leicht befahren und hier darf man sowieso nur 40 km/ h fahren. Bald taucht eine Gabelung auf: rechts gehts nach Cofete, links zur Punta de Jandia. Wir fahren vorerst links und geniessen die Landschaft und das Meer.

Das Meer…..
Puerto de la Cruz

Nach einem kleinen Rundgang um den Faro de la Punta de Jandia, fahren wir zurück zu der Gabelung und halten uns links nach Cofete; es geht bergauf und wird immer enger; doch dann sind wir oben am Pass und wir werden mit einem atemberaubenden Blick belohnt. Hier kann man die schönsten Bilder knipsen, soweit man nicht vom heftigen Wind
weggeblasen wird……..

Westküste
Unter den Wolken immer noch grandios

Noch die immer enger werdende Piste meistern und dann sind wir in Cofete. In dem kleinen Kaff gibt es, ausser einer freundlichen Gaststätte nicht viel. Dafür entschädigt uns einen Spaziergang am Strand; wer Lust hat sollte bis zum El Islote wandern; doch Obacht: dieser ins Meer ragender Felsen ist weiter entfernt als man meint. Die sagenumwobene Villa Winter ist auch schnell erreicht.

In Cofete scheint die Zeit still zu stehen
Alter Friedhof in Cofete; am Strand begraben zu sein?

Tag 2

Heute fahren wir von Costa Calma nach Betancuria. Wir nehmen die FV- 605 und überqueren die engste Stelle der Insel, den Istmo de La Pared, die die beiden Küsten verbindet. Bald schon kommt der erste Ausblickspunkt: der Mirador astronòmico de Sicasumbre; hier stellen wir das Auto ab und kraxeln dem Gipfel entgegen: die Aussicht ist umwerfend. Bei klarem Wetter sieht man bis zur südlichsten Spitze der Insel, manchmal kann mann sogar Gran Cannaria erkennen. Wir fahren weiter und biegen nach wenigen Kilometer links nach Ajuy. Die alten Kalköfen und die Beladungsanlage für die Schiffe wurde noch bis in den 60 er Jahre genutzt.

Ajuy

Wer Lust und Laune hat kann noch bis zum Arco del Jurado wandern; hierzu braucht man nur oberhalb der Kalköfen den Weg an der Küste entlang zu folgen; nach 2 bis 3 Kilometer taucht am Ende eines Barranco dieses Felsentor auf.

Arco del Jurado

Weiter gehts nach Pajara, wo man die alte Kirche besuchen kann, und nach einem Cortado nehmen wir die anspruchsvolle Strecke nach Betancuria unter die Räder.

Strasse von Pajara nach Betancuria…
Links der Staudamm von Vega de Rio Palmas

Auf der ganzen Strecke, die ziemlich eng und kurvig ist, gibt es mehrere Aussichtspunkte, wo man Bilder von den herrlichen Landschaften machen kann. In Vega de Rio Palmas suchen wir das Restaurant Casa de la Naturaleza auf um dort in dem schön angelegten Garten etwas zu entspannen und einen kleinen Bissen zu uns zu nehmen.

Casa de la Naturaleza

Casa de la Naturaleza Innendetails

Allerdings kann man auch wenige hundert Meter weiter fahren und gegenüber der alten Kirche in Vega im Restaurant Don Antonio, mit seinem stillen Patio, etwas essen. Nette Bedienung und leckere Tapas inklusive.

Don Antonio Patio
Tapas

Und weiter gehts nach Betancuria; dies ist die frühere Hauptstadt der Insel und das einzige wirklich pittoreske Dorf auf Fuerteventura. Hier lässt es sich flott durch die alten Gassen bummeln und das eine oder andere, mit etwas Glück nicht in China gefertigte Souvenir kaufen.

Betancuria…
Brunnen
Hauptplatz in Betancuria

A propos kaufen: Besuchen kann man auch die Ziegenfarm oberhalb von Betancuria; hier kann man sehen wie die Ziegen gefüttert oder gemolken werden; und nach einer Beköstigung vom herrlichen Ziegenkäse kann mann diesen auch zu mehr oder weniger fairem Preis erwerben.

Alles Käse…
Ziegenarten auf Fuerteventura
Nicht nur Ziegen leben auf der Farm…

Wir fahren weiter an den 2 Königen Guise e Ayose vorbei zum Morro Velosa. Hier hat man einen 360° Blick über die gesamte Insel; im Gebäude gibt es auch eine lehrreiche Ausstellung.
Jetzt geht es abwärts nach Antigua, wo man das Museo del Queso besuchen sollte. ( siehe auch den Bericht von Christoph Günschel).Auch gibt es hier im Tal verschiedene, schöne Windmühlen. Zurück fahren wir durch kleine Weiler bis wir die Hauptstrasse nach Costa Calma erreichen.

Tag 3
Wir fahren früh am morgen Richtung Norden. Eine erste Pause machen wir in Tarajalejo, spazieren über die schöne Promenade und trinken unseren Cortado auf der einzigen Terasse gleich am Strand.

Skulptur in Tarajalejo

Gran Tarajal ist einen Umweg wert; jedoch fahren wir links nach Las Playitas, besuchen erst das alte, terassenartiges Dorf und nehmen dann die kleine Strasse zum Leuchtturm; die letzten Metern haben es in sich, also ist Vorsicht geboten. Doch die Mühe wird mit einer herrlichen Aussicht belohnt.

Las Playitas
Las Playitas
Faro de la Entallada

Weiter gehts die FV2 Richtung Hauptstadt, biegen jedoch rechts nach Pozzo Negro. Dieses kleine idyllisches Kaff ist einen Umweg wert.

Gestrandet…

Zurück auf die FV2 fahren wir rechts und nach wenigen Minuten erreichen wir die Salzfelder am Meer, Salinas del Carmen, wo man auch das Museum besichtigen kann. (siehe auch den Bericht von Christoph Günschel)

Salinas del Carmen

In Caleta de Fuste stellen wir das Auto am CC Atlantico ab und spazieren die herrliche Strandpromenade entlang bis zum Hafen; wir suchen uns ein schönes Restaurant aus, wo wir das am heutigen Tag erlebte nochmal Revue passieren lassen.

Caleta de Fuste

Tag 4

Frühzeitig machen wir uns auf dem Weg Fuerteventura’s Norden zu erkunden. Von Costa Calma an Puerto del Rosario vorbei, fahren wir erstmal nach Corralejo. Bevor wir jedoch die Ortschaft erreichen, machen wir Halt in den Dünen vom Parque Natural.

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In den Dünen von Corralejo

Corralejo eignet sich gut zum Shoppen; in der Einkaufsstraße reiht sich ein Geschäft ans andere, auch gute Eisdielen finden sich hier, die Strandpromenade ist sehr beliebt, sowohle bei Einheimischen wie auch bei Touristen und man kann Strassenmusikanten zuhören. Hervorzuheben sei noch das CC El Campanario; dieses Centro Commercial hat den Flair eines provenzialischen Dorfes und Sonntags und Donnerstag ist hier Markt angesagt.

Wir fahren über Majanicho nach Lajares, ein nettes Surferdorf, und schließlich erreichen wir, nach einem Abstecher zum Leuchtturm, El Cotillo.

Insel El Lobo
Vorgarten in Lajares
Faro del Tostōn

In El Cotillo lassen wir uns durch die engen Gassen treiben, bewundern die mitunter hohen Wellen von einer der vielen Terassen am Meer; vergessen Sie nicht den leckeren Fisch in Salzkruste zu probieren: echt lecker.

El Cotillo
Fisch in Salzkruste in El Cotillo
Haus in El Cotillo

Wir fahren weiter nach Los Molinos, einem kleinen, sehr kleinen, Fischerort. Die Wellen sind hier fast immer sehr hoch und stark, eine kleine Terasse lädt zum Verweilen…..

Los Molinos
Staudamm bei Los Molinos

Auf dem Rückweg machen wir vor der Costa Calma einen Schlenker über den Istmo de La Pared, und sehen uns hier im gleichnamigen Weiler den Sonnenuntergang an, einer der schönsten auf der ganzen Insel. Anschließend noch ein leckeres Mahl im Café Bar Plan B mit einem Stück hausgemachtem Käsekuchen……und ja: dies ist der Lieblingskuchen der Muskeltiere…..

La Pared
Sonnenuntergang in La Pared

NB: Die hier angebenen Routen können nur einen Teil der Insel beschreiben; und wenn Sie die eine oder andere Tour machen möchten: trauen Sie sich ruhig jede Abzweigung, jeden kleinen Weg, der Ihnen interessant scheint, auch zu bekunden; denn so findet man tolle Stellen die man gar nicht auf unserer schönen Insel erahnt hätte. Für etwaige Fragen dürfen Sie uns, die Muskeltiere, gerne anschreiben.

Von Pájara nach Cardón

Von Pájara nach Cardón, diese Wanderung ist eine Teiletappe des GR 131 und geht eigentlich von Pájara bis nach La Pared. Diese Etappe gilt zurecht als die Königsetappe der Inseldurchquerung von Nord nach Süd. Die Strecke bis Cardón ist für mich eindeutig der schönste Teil dieser Etappe. Da diese Tour keine Rundwanderung ist haben wir zuvor in Cardón ein zweites Fahrzeug abgestellt.

Ausgangspunkt für diese wunderschöne Wanderung ist Pájara, hier ist auch der Verwaltungssitz der südlichsten der sechs Gemeinden von Fuerteventura. Die Gemeinde ist recht wohlhabend, was aus den Einnahmen der großen Touristenzentren von Costa Calma bis Morro Jable resultiert. In der Morgensonne verlassen wir den Ort in südliche Richtung. Die ersten Kilometer geht es noch sanfte Hügel hinauf, ideal um sich warm zu laufen.

Anfangs geht es noch über eine weitläufige hügelige Landschaft

Langsam gewinnt das Gelände an Steigung und das Cardonmassiv kommt am Horizont in Sichtweite. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und der Gipfel des Cardon kommt auch nicht wirklich näher. Dafür ändert sich die Landschaft ständig und auch der Blick zurück nach Pájara lohnt sich. Und langsam bekommt man ein Bild warum diese Wanderung für mich eine der Schönsten ist!

Hier mal ein Beispiel wie sich Regen bzw. lange anhaltende Trockenheit auf die Insel auswirkt! Die beiden Bilder habe ich in etwa von der gleichen Position gemacht.

Das Gelände wird nun felsiger und anspruchsvoller und die Landschaft immer beeindruckender! Langsam scheint auch der Gipfel des Cardon näher zu kommen!

Und dann stehen wir plötzlich vor einer massiven Felsformation die wir nach den bisherigen Landschaftsformen so nicht erwartet hätten. Diese zerklüftete Felsformation ist wahrlich ein Highlight! Hier füllen sich die Speicherkarten von Handy und Kamera.

Keine Angst, die MuskeLtiere kennen den Weg!

Nach der nächsten Steigung wird es Zeit für eine Pause. Eine Banane essen und einen Blick auf den hinter uns liegenden Weg zu richten lohnt sich! Aus dieser Perspektive ist der bisherige Weg gut nachvollziehbar und jeder ist dabei in seinen Gedanken versunken.

Beim Abstieg in Richtung Cardon ist nochmals große Aufmerksamkeit gefordert. Nun kommen wir dem heutigen Ziel näher, der Ort ist in Sichtweite….jeder von uns ist froh dass wir diese Etappe nicht bis La Pared ( über 27 km ) geplant haben. Ein letzter Blick nach oben….

Fuerteventura Videos

Fuerteventura

Eine Sammlung von Videos über die Kanareninsel Fuerteventura

Unterwegs auf Fuerteventura haben die Musketiere nicht nur den Fotoapparat dabei, es kommt demnächst auch eine Drohne und eine Videokamera mit 3 Achsen Gimbal zum Einsatz. Diese Videos stehen bald ebenso zur Verfügung.

Zur Zeit arbeiten wir noch älteres, vorhandenes Material auf.

Um weitere Videos zu sehen auf dem PC oder Pad bitte rechts im Vorschaufenster scrollen, auf dem Mobile Phone darunter!

Grünes Fuerteventura

Grünes Fuerteventura

Auch auf Fuerteventura wird es schon mal grün!

Da die Farbe Grün nicht so richtig zur Insel passt, habe ich mir erlaubt auch mal „grüne Fotos“ zu posten. So kann man sehen dass Grün nicht unmöglich ist auf dieser Insel. Viel Spaß beim ansehen der Fotos!

Grünes Fuerteventura
Auch auf Fuerteventura wird es mal grün!

Der Montaña El Caracol

Eine Wanderung zum Gipfel des Caracol

Der Caracol, der Hausberg von Tarajalejo. Von der Hauptstraße aus betrachtet wirkt er trotz seiner relativ geringen Höhe von 467 Metern wuchtig und scheinbar nicht zu besteigen. Aber von Giniginámar aus kann man über einen lang gezogenen Rücken nach oben gelangen. Wegen des zum Teil sehr rutschigen Untergrundes ist  absolute Trittsicherheit erforderlich!!! Caracoles kann man mit „Schnecken“ übersetzten. Diese sind am Berg jedoch nicht zu finden. Woher der Caracol also seinen Namen hat ist mir nicht bekannt.

            Der Caracol von der Straße betrachtet

Ich kann jedem empfehlen diese Wanderung in den frühen Morgenstunden zu beginnen. Bei wolkenlosen Himmel brennt die Sonne gnadenlos und es kann sehr heiß werden. Auch sollte genügend Wasser mitgeführt werden!

Während es langsam und stetig über loses Gestein aufwärts geht lohnt ein Blick zur Seite. Ab einer gewissen Höhe taucht unten im Tal Tarajalejo auf und weiter am Horizont kann man bis zur Costa Calma blicken. An klaren Tagen ist die komplette südliche Halbinsel zu sehen.

Der Weg zum Gipfel ist mühsam. Im Sommer wird es recht früh am Tag heiß und Schatten gibt es während der Wanderung nicht. Dafür wird der Wanderer mit einer genialen Rundumsicht entlohnt. Der Blick zur Küste zeigt Tarajalejo, Giniginámar und die Costa Calma. Ins Inselinnere reicht der Blick bis zum Malpais Grande oder zum Cardonmasiv.

Nach einer kleinen Stärkung geht es den selben Weg wieder zurück nach Giniginámar. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit in Richtung Tarajalejo hinab zu steigen. Diesen Weg bin ich persönlich noch nicht gegangen.

Zum Schluss ist mir noch ein Schnappschuss gelungen. Der Rabe flog im richtigen Moment durchs Bild. Manchmal hat man einfach Glück.

Stausee Embalse de las Peñitas

Auf dem Weg zur Ermita de la Peña

In diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Eindrücke von einer Wanderung zum Stausee von Vega Rio Palmas näher bringen. Der Embalse de las Peñitas wurde 1941 – 46 von Diktator Franco errichtet. Er wollte die im Winter zum Teil heftigen Regenfälle zur ganzjährigen Wasserversorgung nutzten. Das Unternehmen schlug fehl, die reißenden Wassermassen führten zu viel Geröll und Erde ins Tal und so verlandete der Stausee relativ schnell. Schnell bildete sich eine fruchtbare grüne Oase auf dieser Fläche, ein Paradies für verschiedene Vogelarten. Steigt man an der Staumauer die dahinter liegende Schlucht hinab kommt man zur kleinen Ermita de Virgen de la Peña. Die Kapelle wurde 1593 zu Ehren der Schutzpatronin der Insel , Virgin de la Peña erbaut.

Vom Mirrador de las Peñitas hat man eine schöne Übersicht auf den Stausee und die kleine Ermita

Der Weg startet am Restaurant Casa de Naturaleza etwas außerhalb von Vega Rio Palmas und führt durch das Trockenbett des mit Palmen bewachsenen Barranco de las Peñitas.

Das Gebiet rund um den verlandeten See ist ein Paradies für Vögel. Besonders am frühen Morgen hört man hier ein wahres Konzert an verschiedenen Vogelstimmen.

Je nach Jahreszeit ändert sich das Bild. Nach starken Regenfällen steht auch mal Wasser auf der sonst völlig ausgetrockneten Fläche. Dann kann man in der Tat von einem See sprechen.

Von hier an geht es an der Staumauer vorbei hinunter in die Schlucht. Die Felsen rechts und links der Schlucht gehören zu den ältesten Gesteinsschichten der Insel. Sie haben sich durch tektonische Plattenverschiebungen am Grund des Atlantik aufgetürmt.

Weiter geht es hinab in Richtung der kleinen Ermita. Die Felsen rechts und links der Schlucht wirken gewaltig und man kommt sich als Mensch klein und verloren vor. In den Senken stehen fast immer Pfützen vom letzten Regen. Mit etwas Glück trifft man dort schon mal auf Enten.

Nach einigen Metern abwärts kommt die keine Kapelle in Sicht und das Ziel ist erreicht. Wer möchte kann hinein schauen, die Türe steht meist offen.

Wer dann noch Lust verspürt kann auf einem Weg hinter der Kapelle ins Tal von Buen Paso gelangen. Das Ende der Schlucht war schon öfter Drehort bekannter Filmproduktionen. Unter anderem wurden Szenen von Exodus und The Eternals dort gedreht.

Wer einen zweiten Wagen in Ajuy geparkt hat könnte jetzt durch den Barranco bis dort hin wandern. Ansonsten führt die selbe Strecke wieder zurück zum Startpunkt der Wanderung. Dort eignet sich das Casa Naturaleza zur Einkehr und zum Aufladen der Akkus.

Und am Ende der Tour stellt sich die Frage ob dieser Kollege mich die ganze Zeit von oben beobachtet hat?

Ajuy und das Felsentor „Peña Horadada“

Ajuy das ehemalige Puerto de la Peña

Der kleine abgelegene Fischerort Ajuy an der rauen Westküste von Fuerteventura ist bekannt durch seine „Piratenhöhlen“. Etwa zwei Kilometer außerhalb liegt die „Caleta Negra“, die schwarze Bucht. Bis zu 600 Meter ragen dort die Höhlen in den Felsen. Außerdem kann man eine schöne Wanderung entlang der Steilküste zum Felsentor Peña Horadada machen.

Der Strand von Ajuy wird aufgrund von Piratenangriffen auch Playa de los Muertos (Strand der Toten) genannt. Er ist schwarz und wegen gefährlicher Strömungen nicht zum Baden geeignet!

Der Weg zu den Höhlen ist nicht zu übersehen und leicht zu erreichen. Entlang an bizarren und fossilen Gesteinsformationen führt am Ende eine Treppe in die Unterwelt.

Geht man aber oberhalb der Höhlen über einen Pfad entlang der Steilküste hat man von der gegenüberliegenden Seite einen tollen Einblick in die Haupthöhle. Auf diesem Weg geht es auch weiter zum Felsentor Peña Horadada am Ende des Barrancos de la Peña. An dieser Stelle soll im Jahre 1402 der Eroberer Jean de Bethencourt auf Fuerteventura angekommen sein. Der Felsen mit seinem vom rauhen Atlantik ausgewaschenen Loch wirkt aus der Ferne noch relativ unscheinbar. Steht man dann davor ist er schon sehr imposant.

Das Felsentor Peña Horadada

Fuerte und der Wind

Sonnenaufgang an der Costa Calma

Die Insel unter dem Wind

Strand von Cofete

Fuerteventura – was für ein schöner Name. Aber wo kommt er her, was bedeutet er?
Es ist anzunehmen dass dieser Name von den spanischen Eroberer stammt; der Bedeutung dieses Namen geht eine, in den sozialen Netzwerken, heftige Diskussion und Polemik hervor.

Manche Leute glauben der Name Fuerteventura stamme aus den Wörter Fuerte, was bedeutet Stark sowie (A) Ventura für Abenteuer. Also starkes Abenteuer.

Andere wiederum, denken da eher pragmatisch: Fuerte = Stark, und Ventura = Wind, also starker Wind. In der Tat ist unser Lieblingseiland sehr vom Wind gebeutelt, mehr als die anderen Kanarischen Inseln.

Manschmal böig, manchmal lau, dann wieder heftig, jedoch hat man fast immer einen oft herrlichen Wind der einem um die Ohren weht; und plötzlich, nach der Dämmerung flaut er ab, als habe jemand einen Schalter umgeknipst.

Wanderweg GR 131, Fuerteventura

Oft sind Touristen, die nur Strandurlaub machen nicht wirklich begeistert, wenn sie auf dem Badetuch im Sand liegend, einem unfreiwilligen Peeling ausgesetzt sind. Auch auf der einen oder anderen Terasse sollte man immer auf einen starken Windstoß gefasst sein: also schön Papierserviette unter der Tasse Cortado klemmen; so erspart man sich das lästige hinterherlaufen….

Sunset La Pared, Fuerteventura.

Beim Wandern kann es gar gefährlich werden; man kraxelt einen Berg hoch, alles prima; und dann ganz plötzlich, nach einer Kurve wird man voll erwischt. War es eben noch windstill, muss man sich jetzt gegen den Wind stemmen oder man wird einfach weitergeblasen. Leute die schonmal nach Cofete gewandert oder auch gefahren sind, und oben am Pass waren, wissen was ich meine. Aber genau dieses Gefühl ist das besondere hier; das passt alles zusammen: die wunderbare Natur, die unvergleichliche Landschaft, die Farbenspiele auf den Felsen, das Meer und die Brandung, die Wärme der Sonne, das Schattenspiel der Wolken und dieser (fast) immer wehender Wind.

Die American Star

Ein Kreuzfahrtschiff läuft auf Grund

Am 18. Januar 1994 lief das ehemalige Kreuzfahrtschiff „American Star“ vor der Westküste von Fuerteventura auf Grund. Das Schiff war von Piräus im Schleppverband unterwegs nach Thailand um dort zu einem schwimmenden 5* Hotel umfunktioniert zu werden. Vor den Kanarischen Inseln geriet der Verband in schwere See, die Schleppseile rissen und die American Star trieb steuerlos auf die Küste zu. Nachdem sie auf dem felsigen Untergrund fest saß zerbrach das Schiff innerhalb von 48 Stunden in zwei Teile. Die American Star hatte ihre letzte Ruhestätte gefunden. Seit März 2007  ist nichts mehr von dem einst so stolzem Schiff zu sehen.

Die Playa de Garcey im Westen von Fuerteventura, hier lief die American Star am 18. Januar 1994 auf Grund. Der Strand liegt am Rande des militärischen Sperrgebiet!

Die American Star von oberhalb der Playa de Garcey gesehen.

Wer neugierig geworden ist und mehr über die American Star erfahren möchte, das Explorer Magazin hat dem Schiff eine sehr umfangreiche Seite gewidmet!  Den Link dafür findest du unten.

www.explorermagazin.de/amstar