Pico de la Zarza

Der Pico de la Zarza, das Dach von Fuerteventura

Der Pico de la Zarza ist mit 807 Meter der höchste Berg von Fuerteventura, er befindet sich auf der Halbinsel Jandia im Süden der Insel. Der Gipfel ist durch einen leicht begehbaren, 7,5 km langen Wanderweg (PR FV 54) relativ einfach zu erreichen (ausreichend Wasser und eine Kleinigkeit zu Essen nicht vergessen!!!).  Nur die letzten Höhenmeter sind etwas steiler und erfordern ein wenig Kondition. Startpunkt hierfür ist der Wasserspeicher am Ortseingang von Jandia, oberhalb der Occidental Hotels (ehemals Barcelo). Man kann auch über einen der benachbarten Barrancos zur linken (Barranco de Viniamar) oder rechten Seite (Barranco de Butihondo) nach oben gelangen. Für diese Varianten möchte ich keine Empfehlung abgeben da sie nur für geübte Wanderer geeignet sind! 

Der Aufstieg durch einen der Barrancos geht über viel Geröll und ist zum Teil weglos. Dafür ist er wesentlich interessanter und bietet viele visuelle Eindrücke und Fotomotive. Es lohnt sich durchaus auch mal zurück zu schauen.

Am Steilhang des Barrancos muss ein großes Areal von Wolfsmilchgewächsen durchquert werden. Auch wenn diese Pflanzen von unten noch recht klein wirken, manche sind über zwei Meter hoch!  Wolfsmilch ist auf Fuerteventura relativ häufig anzutreffen. Im Gran Valle in Jandia gibt es sogar eine endemische Art die nur auf Fuerteventura  beheimatet ist, die Jandia-Wolfsmilch!

Irgendwann endete der Weg durch den Barranco, das letzte Stück bis zum Gipfel führt wieder über den offiziellen Wanderweg. Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht spektakulärer!

Der Wanderweg führt bis an ein Gatter mit Maschendrahtzaun. Damit keine Ziegen in den umzäunten Bereich eindringen können muss das Tor nach durchqueren wieder geschlossen werden. Von hier an sind es nur noch wenige Meter bis zum Ziel. Das letzte Stück ist relativ steil aber bei erreichen des Gipfels wird man für die Strapazen mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Schon kurz vorher kann man bei guten Wetterverhältnissen  zwischen den Gipfeln der Nachbarberge den Roque del Morro von Cofete sehen. Mit ein wenig Glück erkennt man sogar den den kleinsten Leuchtturm der Kanaren an der Punta Pesebre! Manchmal ist sogar Gran Canaria zu sehen!

Ich kann nur empfehlen vor einer Wanderung zum Pico sich über das Wetter zu informieren. Bei klarer Sicht kann man in Richtung Norden bis Cotillo blicken. Die beiden unteren Bilder zeigen den Unterschied.

Die Aussicht auf den Strand von Cofete ist atemberaubend. Fuerteventura liegt uns zu Füßen, die Villa Winter und die Felseninsel Islote, wo der Strand von Barlovento beginnt.  

Nach einer ausgiebigen Trink und Fotopause geht es vollgepackt mit wunderschönen Eindrücken den Wanderweg zurück nach Jandia. Wer auf Fuerteventura im Süden Urlaub macht sollte wenigstens einmal hoch auf den Pico.

Am Ende der Wanderung bietet sich nochmal eine gute Übersicht auf die geschlossene Anlage „Stella Canaris“  und den Strand mit seinem Leuchtturm.

Der Montaña Escanfraga

Escanfraga, Fuerteventura

Wanderung auf einen Vulkan im Norden Fuerteventuras

Am 24 Januar 2020 war das Ziel der MuskeLtiere der Gipfel des Escanfraga. Treffpunkt zur Wanderung war früh am Morgen die Costa Calma dem <Basecamp> der MuskeLtiere. Dort sammelten wir noch unseren Gast ein und dann ging es mit dem Auto hoch in den Norden der Insel. Villaverde, ein wunderschöner Ort am Fuße des Escanfraga war unser Ziel.

Blick vom Escanfraga auf Lobos & Lanzarote

Vor uns lag einer der schönsten Vulkane Fuerteventuras. Es galt ca. 530 Höhenmeter auf einer Strecke von 3,5 km zu überwinden. Den Aufstieg haben wir, Villaverde im Rücken, über den rechten Kraterrand gemacht. Unterwegs zum Gipfel haben wir dann noch ein paar dort am Berg ausgelegte Geocaches geloggt, kann man ja nicht einfach so dran vorbei gehen. Auf dem Gipfel angekommen ist ein Besuch der dort zu findenden Weihnachtskrippe natürlich ein “Muss“! Die Aussicht, die Stille der Natur dort oben, das alles entschädigt für jegliche Strapazen des Aufstiegs.

Klick auf ein beliebiges Foto startet die Slideshow!

Oben angekommen gilt es sich dann erst einmal für den Abstieg zu stärken und die Aussicht in Fotos festzuhalten. Der Abstieg ging dann von Villaverde aus gesehen über den linken Kraterrand. Der Weg ist ein wenig schwieriger, steiler und geht über viel Geröll. Aber auch das haben wir geschafft und sind wieder gesund am Startpunkt angekommen. Es war wieder einmal eine tolle Wanderung die auch unserem Gast Freude bereitet hat.

Blick vom Montaña Escanfraga
Blick vom Montaña Escanfraga in Richtung La Oliva

Wer einmal diese Wanderung machen möchte, dem empfehlen wir dringend Wanderschuhe und auch Stöcke zu benutzen! Der Weg ist steinig und es gibt auch viel Geröll, das sollte man bitte nicht unterschätzen!