Der Montaña El Caracol

Eine Wanderung zum Gipfel des Caracol

Der Caracol, der Hausberg von Tarajalejo. Von der Hauptstraße aus betrachtet wirkt er trotz seiner relativ geringen Höhe von 467 Metern wuchtig und scheinbar nicht zu besteigen. Aber von Giniginámar aus kann man über einen lang gezogenen Rücken nach oben gelangen. Wegen des zum Teil sehr rutschigen Untergrundes ist  absolute Trittsicherheit erforderlich!!! Caracoles kann man mit „Schnecken“ übersetzten. Diese sind am Berg jedoch nicht zu finden. Woher der Caracol also seinen Namen hat ist mir nicht bekannt.

            Der Caracol von der Straße betrachtet

Ich kann jedem empfehlen diese Wanderung in den frühen Morgenstunden zu beginnen. Bei wolkenlosen Himmel brennt die Sonne gnadenlos und es kann sehr heiß werden. Auch sollte genügend Wasser mitgeführt werden!

Während es langsam und stetig über loses Gestein aufwärts geht lohnt ein Blick zur Seite. Ab einer gewissen Höhe taucht unten im Tal Tarajalejo auf und weiter am Horizont kann man bis zur Costa Calma blicken. An klaren Tagen ist die komplette südliche Halbinsel zu sehen.

Der Weg zum Gipfel ist mühsam. Im Sommer wird es recht früh am Tag heiß und Schatten gibt es während der Wanderung nicht. Dafür wird der Wanderer mit einer genialen Rundumsicht entlohnt. Der Blick zur Küste zeigt Tarajalejo, Giniginámar und die Costa Calma. Ins Inselinnere reicht der Blick bis zum Malpais Grande oder zum Cardonmasiv.

Nach einer kleinen Stärkung geht es den selben Weg wieder zurück nach Giniginámar. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit in Richtung Tarajalejo hinab zu steigen. Diesen Weg bin ich persönlich noch nicht gegangen.

Zum Schluss ist mir noch ein Schnappschuss gelungen. Der Rabe flog im richtigen Moment durchs Bild. Manchmal hat man einfach Glück.

Stausee Embalse de las Peñitas

Auf dem Weg zur Ermita de la Peña

In diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Eindrücke von einer Wanderung zum Stausee von Vega Rio Palmas näher bringen. Der Embalse de las Peñitas wurde 1941 – 46 von Diktator Franco errichtet. Er wollte die im Winter zum Teil heftigen Regenfälle zur ganzjährigen Wasserversorgung nutzten. Das Unternehmen schlug fehl, die reißenden Wassermassen führten zu viel Geröll und Erde ins Tal und so verlandete der Stausee relativ schnell. Schnell bildete sich eine fruchtbare grüne Oase auf dieser Fläche, ein Paradies für verschiedene Vogelarten. Steigt man an der Staumauer die dahinter liegende Schlucht hinab kommt man zur kleinen Ermita de Virgen de la Peña. Die Kapelle wurde 1593 zu Ehren der Schutzpatronin der Insel , Virgin de la Peña erbaut.

Vom Mirrador de las Peñitas hat man eine schöne Übersicht auf den Stausee und die kleine Ermita

Der Weg startet am Restaurant Casa de Naturaleza etwas außerhalb von Vega Rio Palmas und führt durch das Trockenbett des mit Palmen bewachsenen Barranco de las Peñitas.

Das Gebiet rund um den verlandeten See ist ein Paradies für Vögel. Besonders am frühen Morgen hört man hier ein wahres Konzert an verschiedenen Vogelstimmen.

Je nach Jahreszeit ändert sich das Bild. Nach starken Regenfällen steht auch mal Wasser auf der sonst völlig ausgetrockneten Fläche. Dann kann man in der Tat von einem See sprechen.

Von hier an geht es an der Staumauer vorbei hinunter in die Schlucht. Die Felsen rechts und links der Schlucht gehören zu den ältesten Gesteinsschichten der Insel. Sie haben sich durch tektonische Plattenverschiebungen am Grund des Atlantik aufgetürmt.

Weiter geht es hinab in Richtung der kleinen Ermita. Die Felsen rechts und links der Schlucht wirken gewaltig und man kommt sich als Mensch klein und verloren vor. In den Senken stehen fast immer Pfützen vom letzten Regen. Mit etwas Glück trifft man dort schon mal auf Enten.

Nach einigen Metern abwärts kommt die keine Kapelle in Sicht und das Ziel ist erreicht. Wer möchte kann hinein schauen, die Türe steht meist offen.

Wer dann noch Lust verspürt kann auf einem Weg hinter der Kapelle ins Tal von Buen Paso gelangen. Das Ende der Schlucht war schon öfter Drehort bekannter Filmproduktionen. Unter anderem wurden Szenen von Exodus und The Eternals dort gedreht.

Wer einen zweiten Wagen in Ajuy geparkt hat könnte jetzt durch den Barranco bis dort hin wandern. Ansonsten führt die selbe Strecke wieder zurück zum Startpunkt der Wanderung. Dort eignet sich das Casa Naturaleza zur Einkehr und zum Aufladen der Akkus.

Und am Ende der Tour stellt sich die Frage ob dieser Kollege mich die ganze Zeit von oben beobachtet hat?

Meine erste Wanderung

Meine erste Wanderung auf Fuerteventura und wie es dazu kam

Vor ein paar Jahren sind wir nach Fuerteventura ausgewandert und irgendwann haben wir uns dort nach Landleuten umgeschaut. Ich komme aus einem kleinen Land im Herzen von Europa (und wir sind nicht all zu viele). Wenn man dann in der näheren Umgebung eben solche Landsleute findet ist das schon sehr selten. Wenn da auch noch die Chemie stimmt ist das noch seltener. Jedenfalls habe ich zufällig Aly und seine liebe Frau Josette auf FaceBook entdeckt und nach ein paar Mails haben wir uns auf einer schönen Terrasse zum näheren Kennenlernen getroffen. Alles passte perfekt und wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Während ich dann Fotos vom Sonnenuntergang machte, entschieden meine Frau, Aly und Josette einmal gemeinsam zu wandern. Als ich wieder dazu kam, überraschten die Drei mich mit ihrer wunderbaren Idee. Bis dato hasste ich Wandern!

Gut, dachte ich, dann gehe ich halt mit wandern Aly hat mich begeistert mit seinen Erzählungen über diese Art Fuerteventura zu erkunden.

Erste Wanderung nach Cofete

Schon einpaar Tage später war es dann soweit: vom Friedhof(!!) hinter Morro Jable ging es los, zu viert sollten wir bis nach Cofete wandern und mit dem Safaribus zurück kommen. Aly wollte jedoch zu Fuß wieder nach Morro Jable zurück.

Der Weg nach Cofete war nur mässig anstrengend, die Landschaft grandios und die Aussicht vom Pass auf den langen, wilden und menschleeren Strand gigantisch. Kurz, ich war infiziert und ich hätte nie gedacht, dass ich mal freiwillig wandern würde. In Cofete, nach einer kleinen Erfrischung, hab ich mich dann entschieden mit Aly solidarisch zu sein und gemeinsam überquerten wir die Berge zurück Richtung Morro Jable, während unsere Frauen den Bus nahmen.

Erste Wanderung nach Cofete

Und später, bei einem guten Abendessen wurde unsere nächste Wanderung geplant. Die Wanderlust hatte mich gepackt!

Der Montaña Escanfraga

Escanfraga, Fuerteventura

Wanderung auf einen Vulkan im Norden Fuerteventuras

Am 24 Januar 2020 war das Ziel der MuskeLtiere der Gipfel des Escanfraga. Treffpunkt zur Wanderung war früh am Morgen die Costa Calma dem <Basecamp> der MuskeLtiere. Dort sammelten wir noch unseren Gast ein und dann ging es mit dem Auto hoch in den Norden der Insel. Villaverde, ein wunderschöner Ort am Fuße des Escanfraga war unser Ziel.

Blick vom Escanfraga auf Lobos & Lanzarote

Vor uns lag einer der schönsten Vulkane Fuerteventuras. Es galt ca. 530 Höhenmeter auf einer Strecke von 3,5 km zu überwinden. Den Aufstieg haben wir, Villaverde im Rücken, über den rechten Kraterrand gemacht. Unterwegs zum Gipfel haben wir dann noch ein paar dort am Berg ausgelegte Geocaches geloggt, kann man ja nicht einfach so dran vorbei gehen. Auf dem Gipfel angekommen ist ein Besuch der dort zu findenden Weihnachtskrippe natürlich ein “Muss“! Die Aussicht, die Stille der Natur dort oben, das alles entschädigt für jegliche Strapazen des Aufstiegs.

Klick auf ein beliebiges Foto startet die Slideshow!

Oben angekommen gilt es sich dann erst einmal für den Abstieg zu stärken und die Aussicht in Fotos festzuhalten. Der Abstieg ging dann von Villaverde aus gesehen über den linken Kraterrand. Der Weg ist ein wenig schwieriger, steiler und geht über viel Geröll. Aber auch das haben wir geschafft und sind wieder gesund am Startpunkt angekommen. Es war wieder einmal eine tolle Wanderung die auch unserem Gast Freude bereitet hat.

Blick vom Montaña Escanfraga
Blick vom Montaña Escanfraga in Richtung La Oliva

Wer einmal diese Wanderung machen möchte, dem empfehlen wir dringend Wanderschuhe und auch Stöcke zu benutzen! Der Weg ist steinig und es gibt auch viel Geröll, das sollte man bitte nicht unterschätzen!